Resilienz darf leise wachsen
Der Ginkgobaum gilt als der älteste der Welt
und steht daher für besondere Widerstandskraft und innere Stärke.
Deine Widerstandskraft ist wie ein kleines Samenkorn in dir angelegt.
Dieses gesunde Samenkorn darf wachsen, ganz in seinem Tempo. Es ist mit der Quelle des Urvertrauens verbunden und wartet darauf, sich in dir entfalten zu dürfen!
Du darfst dich immer wieder neu erschaffen...!

getragen.sein
Resilienz ist die Fähigkeit, mit dem Leben in Kontakt zu bleiben – auch in herausfordernden Zeiten.
In meiner Arbeit verbinde ich Körperwahrnehmung, kreativen Ausdruck und sichere Begleitung, um innere Stärke wachsen zu lassen. Kreativität verleitet uns dazu, ins Tun zu kommen - schöpferische Kraft zu empfinden kann ein tiefes Gefühl des Getragen-seins auslösen.
Das haptische Erleben und das Vergegenständlichen innerer Erlebniswelten hilft uns auch, Probleme mit etwas Distanz zu betrachten, eine neue Perspektive einzunehmen - um sich selbst (in Begleitung) durch einen Veränderungsprozess zu tragen.
resilient.undlebendig
Widerstandskraft zeigt sich nicht in Stärke nach außen, sondern in der inneren Fähigkeit, wieder ins Gleichgewicht zu finden. In meiner Arbeit verstehe ich Resilienz als einen verkörperten Prozess. Sie beginnt dort, wo der Körper Sicherheit erlebt, wo Atmung ruhiger wird und Wahrnehmung sich ordnen darf. Wenn der Körper reguliert ist, entsteht Raum – für Gefühle, für Ausdruck und für neue Erfahrungen. Ein sicherer, wertfreier Rahmen ist dabei die Grundlage. Kinder wie Erwachsene dürfen hier in ihrem eigenen Tempo ankommen. Ohne Erwartungen, ohne Druck. Entwicklung geschieht nicht durch Anstrengung, sondern durch Beziehung und Verlässlichkeit. Kreativer Ausdruck unterstützt diesen Prozess auf besondere Weise. Farben, Formen und Materialien ermöglichen, inneres Erleben sichtbar zu machen – auch dann, wenn Worte fehlen. Gestalten wirkt ordnend und stärkend. Es schafft Abstand und gleichzeitig Nähe zu dem, was bewegt. Somatische Bewegung, achtsames Spüren und kreative Arbeit fördern die Fähigkeit zur Selbstregulation. Resilienz bedeutet nicht, Gefühle zu kontrollieren oder Schwierigkeiten zu vermeiden. Sie bedeutet, mit dem eigenen Erleben in Kontakt zu bleiben und immer wieder in die innere Balance zurückzufinden. Ein zentraler Aspekt ist die Erfahrung von Selbstwirksamkeit. Wenn Menschen spüren, dass sie Einfluss nehmen können – im Körper, im kreativen Tun, im eigenen Ausdruck – wächst Vertrauen in die eigene Kraft. Diese Erfahrungen stärken nachhaltig, besonders in herausfordernden Lebensphasen. Wie der Ginkgo verbindet Resilienz zwei Qualitäten: Verwurzelung und Beweglichkeit. Innere Standfestigkeit und die Fähigkeit, sich dem Leben anzupassen, gehören zusammen. Resilienz wächst dort, wo beides Raum hat. Bei farbgefühl darf Resilienz leise entstehen. In Verbindung mit dem Körper. Im kreativen Ausdruck. In einem Raum, der trägt.















